Archiv des Autors: Nina

Die erste Tage in Manila

So nach gut einer Woche kommt nun endlich der erste Blogeintrag. Es war echt viel los und so sind wir gar nicht zum Schreiben gekommen. Aber uns geht es gut und gerade liegen wir am Pool und erholen uns ein bisschen.
Aber von vorne. Zunächst erstmal der Bericht über die ersten Tage in Manila.
Am 02.08. sind wir hier angekommen. Da war es schon ziemlich spät und mit Geld holen, philipinischer SIM- Karte kaufen und ein Taxi für so viele Leute besorgen, was uns zu angemessenen Preisen zum Hotel fährt, wurde es immer später und wir waren alle ziemlich fertig.
Am nächsten Tag ging es dann auch gleich los und wir besichtigten Manila. Dort trafen wir auf eine komplett andersartige Welt: sehr bunt, chaotisch und spannend. Wir bekamen viele neue Eindrücke und hatten einen schönen Tag.
Am nächsten Tag fuhren wir ein bisschen weiter raus. Wir fuhren durch tolle Landschaften Richtung Meer. Dort schwamm ein Teil unserer Gruppe mit Delfinen das war ein tolles Erlebnis, auch wenn natürlich ein bisschen Show nicht fehlen durfte, die uns nicht so zusagte. Hier gab es zwischendurch auch immer wieder Regenschauer. Aber es ist ja glücklicherweise warmer Regen. Achja, außerdem wurde von zwei Tapferen die Gelegenheit genutzt mit einer Schlange zu „tanzen“. Die Fahrt war lang aber es war ein schönes Erlebnis. Das richtige Abenteuer fing dann aber erst an als wir wieder in Manila ankamen. Dort hatte es scheinbar noch mehr geregnet und die Straßen waren teilweise komplett überflutet. So wurde es wirklich zu einer Challenge wieder in Hotel zu kommen. Nach einiger Zeit war das jedoch glücklicherweise geschafft und es wurde auch klar, dass der Taifun, durch den der Regen verursacht wurde nicht bis nach Manila kommen würde. Nochmal Glück gehabt!
Auch am darauffolgenden Tag gab es einen Ausflug. Ein Vulkanaufstieg war geplant. Als wir dort ankamen war jedoch alles im Nebel. Also legten wir erstmal eine lange Pause bei Starbucks ein und hofften auf die Lichtung des Nebels. Nach einiger Zeit konnten wir dann auch tatsächlich den See erahnen, in dem der Vulkan liegt und beschlossen nach unten zu fahren. Unten angekommen, lichtete sich der Nebel glücklicherweise auch weiter und wir beschlossen mit dem Boot zum Vulkan überzusetzen und dort mit einem Guide hoch zu wandern. Der größte Teil der anderen Besucher haben sich übrigens für die bequeme Variante entschieden und sind mit dem Pferd nach oben geritten aber wir haben tapfer den Fußmarsch nach oben hinter uns gebracht und wir wurden auch mit tollen Ausblicken belohnt. Oben angekommen konnten wir den Ausblick in den Kratersee genießen und uns ein bisschen erfrischen und ausruhen. Es gab zum Beispiel frische Kokosnüsse. Als wir uns gerade wieder auf den Rückweg machen wollten, brach ein ziemlich fieser Regenschauer nieder. Aber wie gesagt, der Regen ist ja glücklicherweise warm… nass macht er trotzdem. Auf dem Weg bildete sich auch ein Rinnsal und wir kamen klitschnass unten an. Aber das tat der guten Laune glücklicherweise keinen Abbruch und wir hatten einen schönen Ausflug. Diesmal kamen wir auch ohne Überflutungen wieder in unserem Hotel an.
So ging auch unsere Zeit in Manila schon wieder zu Ende und am nächsten Tag flogen wir nach Mindanao, genauer Cayagan de Oro.
So, Fortsetzung folgt (hoffentlich).

P.S.: Fotos gibt es für Interessierte wohl erst zu Hause zu sehen…

Die letzen Tage in Island

Jetzt sind wir schon wieder zu Hause aber der Vollständigkeit halber möchten wir natürlich den Bericht unserer Reise noch zu Ende bringen.

Wie schon berichtet, gibt es hier wirklich viele Gletscher und nach dem wir diese schon von allen möglichen Seiten betrachtet haben, ging es am Montag nun noch auf eine Gletscherwanderung auf einen drauf. Das war wirklich sehr abenteuerlich. Mit Helm, Klettergurt, Eispickel und Spikes bewaffnet ging es auf den ziemlich bergigen Gletscher. Dort machten wir eine schöne Wanderung über die beeindruckenden Eismassen mit vielen tollen verschiedenen Blickwinkeln.

Danach ging es weiter auf unserer Tour durch schöne Landschaften bis zu unserer nächsten Unterkunft, wo wir wirklich sehr schön fast direkt am Strand in einer kleinen Holzhütte untergebracht waren. Wirklich toll! Nach einem schönen Strandspaziergang, machten wir es uns noch richtig schön gemütlich und ruhten uns vor dem Essen noch ein bisschen aus. Hier hätte man es wirklich noch ein paar Tage zum Ausklang der Reise aushalten können.

Aber am nächsten Tag ging es schon wieder in die Nähe von Reykjavik. Dort schauten wir uns noch die Brücke der Kontinente an. Wann ist es schonmal so leicht einfach von Europa nach Nordamerika zu spazieren? 🙂

Den Nachmittag ließen wir noch ganz entspannt in der Blauen Lagune ausklingen. Ein großes natürliches Becken, in dem schön warmes Wasser ist, welches türkis leuchtet. Soll sehr gesund sein dort zu baden. Außerdem gab es noch Silikatschlamm, den man sich ins Gesicht schmieren konnte, sehr spaßig. Das war auf jeden Fall ein schöner Abschluss des Tages und nach einem Abendessen, kamen wir dann auch schon ziemlich spät in unserer letzten Unterkunft in der Nähe des Flughafens an und trafen unsere Rückreisevorbereitungen.

Denn am nächsten Tag ging es dann schon ziemlich früh zum Flughafen und über Kopenhagen wieder zurück in die Heimat. Und da sind wir wieder… und schwuppdiwupp liegt die Reise schon wieder hinter uns.

Schnee und Gletscher überall

Die Zeit rennt und rennt… und wir haben weiterhin schöne Tage.

Gestern haben wir eine Schneemobiltour gemacht. Das war wirklich lustig und hat Spaß gemacht mit den Dingern, in riesen Schneeanzügen eingepackt, über den Schnee zu düsen. Leider war Schnee das einzige, was wir gesehen haben. Es hat die ganze Zeit geschneit und wir waren so hoch, dass wir in den Wolken waren, so dass wir dem „Schneemobilkapitän“ einfach glauben mussten, wenn er uns erzählt hat, was man an dieser oder jener Stelle alles so sehen könnte :-). Oder das ein paar Meter vor uns voll die fiese Gletscherspalte ist…

Danach folgten wir weiterhin der Ringstraße und kamen an eine tolle Gletscherlagune. Hier hat sich vor einem Gletscher ein großer See gebildet, auf dem nun große Eisstücke umhertreiben, die sich vom Gletscher gelöst haben und langsam ins nahegelegene Meer schwimmen. Zwischendurch tummeln sich noch ein paar Robben. Dort spazierten wir eine ganze Weile umher und schauten uns das Treiben an.

Den Rest den Tag entschieden wir uns für Entspannung. Wir fuhren schon relativ früh zur Unterkunft und gingen noch in den Hot Pot und machten uns einen entspannten Abend.

Heute ging es dann in den Nationalpark Skaftafell. Dort machten wir eine tolle Wanderung mit wunderschönen Ausblicken und spazierten noch zum Rande eines Gletschers. Dann ging es noch zu einem weiteren Gletscher, den wir uns aus der Nähe anschauten. (Gletscher gibt es hier echt einen nach dem anderen…) Und auch wenn es sich nicht so anhört, kann man damit auch einen Tag rumbekommen und so neigt sich auch der heutige Tag dem Ende zu.

Auch wie beim letzten Eintrag gilt: nicht so viele Worte aber wieder ein paar Bilder, die euch einen Eindruck vermitteln sollen.

Das Land der Trolle und Elfen

So, hier kommt mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Wir sind von den vielen Eindrücken aber abends echt immer ziemlich müde und geschafft, so dass wir die letzten Tage gar keine Zeit und Lust hatten etwas zu schreiben. Auch heute werde ich nicht allzuviel schreiben, sondern eher die Bilder für sich sprechen lassen. Die letzten Tage haben wir auf jeden Fall einige Kilometer zurück gelegt und hierbei viele verschiedene Landschaften und Wetterverhältnisse erlebt. Allesamt total beeindruckend!

Ein Highlight war eine sehr abenteuerliche Lavahöhlentour. In der Höhle mussten wir durch das eiskalte Wasser waten, durch ein schmales Loch robben und durften über das Eis rutschen. Außerdem haben sich in dieser Höhle wunderschöne Eisskulpturen gebildet – wirklich super! Schon der Weg dorthin war spannend in einem großen Pick – up für 11 Personen über Eis, Schnee und sehr unwegbares Gelände.

Aber auch der Besuch von Lavafeldern, Kratern, dampfender und brodelnder Erde und riesigen Schneemassen, um nur einiges zu nennen, gefiel uns sehr.

Tja, wenn man erstmal so ins Schreiben kommt…es gibt auch so viel zu erzählen, aber nun erstmal genug für Heute.

 

Reykjavik und die erste Touretappe

Nachdem uns Reykjavik an unserem Ankunftstag sehr grau und regnerisch begrüßte, ging der nächste Tag genauso los… Aber glücklicherweise nicht lange. Als wir uns auf den Weg machten, wurde der Regen schnell weniger und der Himmel klarte immer mehr auf. Am Ende holten wir uns sogar einen leichten Sonnenbrand. Wer rechnet denn in Island auch mit so viel Sonne? ;-).

Reykjavik ist wirklich ein ganz nettes Städtchen, von dem wir uns den Tag über einen tollen Eindruck verschaffen konnten. Wir haben wahrscheinlich einige Kilometer zurück gelegt, da wir alles zu Fuß erkundet haben. So haben wir tolle Sehenswürdigkeiten und Plätze entdeckt und konnten uns von schönen Aussichtspunkten einen Überblick verschaffen. Gemütliche Einkehrmöglichten in Cafés rundeten den Tag ab. Eine viel detailliertere Erzählung wird glaub ich zu langatmig, Eindrücke könnt ihr euch auf den Fotos verschaffen.

Heute Morgen holten wir dann unseren Mietwagen ab, um Reykjavik in nordöstliche Richtung zu verlassen. Unser Plan: einmal um die Insel. Heute sind wir aber noch nicht so weit gekommen, da wir einen Abstecher ins Landesinnere machten. Dort fuhren wir durch sehr sehr schöne Landschaft zum Gullfoss Wasserfall, der sehr beeindruckend war. Die Gischt wehte uns schon beim Aussteigen aus dem Auto ins Gesicht, wo von dem Wasserfall an sich noch überhaupt nicht zu sehen war. Es gab die Möglichkeit ziemlich weit runter und somit nah heran zu gehen aber auch die Wassermassen von oben in die Tiefe stürzen zu sehen. Das hat gefallen!

Weiter ging es zum Geysir – Feld. Dort gibt es den Ur – Geysir, der allen anderen den Namen verlieh. Dieser erbarmt sich aber leider nicht mehr in die Höhe zu schießen. Das letzte Mal hat er das vor einigen Jahren getan. Aber dafür hat er gedampft wie ein Großer :-). Glücklicherweise gibt es jedoch in dem dampfenden Feld einen Geysir, der alle 8 – 10 min in die Höhe schießt. Dort standen wir eine Weile und haben ein paar Mal dieses tolle Naturereigniss bestaunt. Wirklich unglaublich, was die Natur so alles kann. So ein Angeber! 😉

Von unserem Abstecher ging es wieder auf die Ringstraße, die einmal um die Insel führt und der wir nun erstmal nach Norden folgen, bis nach Borganes. Dort nehmen wir ein sehr leckeres Abendessen zu uns und machen uns dann auf den Weg zu unserer Unterkunft, die ein wenig außerhalb in einer sehr schönen, idyllischen Landschaft liegt. Hier haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht, um die Gegend zu erkunden und lassen nun den Abend gemütlich ausklingen.

Angekommen!

So, wir sind heute an unserem neuen Reiseziel in Island angekommen. Die ersten beiden Nächte verbringen wir in Reykjavik, bevor wir uns dann (gegen den Uhrzeigersinn) aufmachen einmal die Insel zu umrunden.

Heute ist auch noch nicht viel passiert. Wir sind in unserem Hotel angekommen, haben noch ne kleine Runde durch Reykjavik gedreht und noch lecker gegessen. Nun lassen wir den Abend gemütlich ausklingen (Reisen ist ja auch schon irgendwie anstrengend). Zwei Schnappschüsse haben wir jedoch schon gemacht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Vielleicht erkennt ja jemand das letzte Stück von Deutschland, was wir heute zu Gesicht bekommen haben… Das andere Bild ist ist aus dem Restaurant, wo wir heute essen waren.

Naja, das hier soll jetzt auch eigentlich auch nur der Startschuss bzw. der Hinweis sein, dass hier in der nächsten Zeit wieder was zu lesen gibt.

Die letzten Tage in Chile

Jetzt sind wir zwar schon wieder zu Hause aber natürlich soll unser Bericht noch vervollständigt werden.

Von Malalcahuello machten wir uns über die Panamericana weiter auf den Weg nach Norden bis nach Talca. Achja, das muss ja erwähnt werden…bei schönstem strahlend blauem Himmel :-). Am frühen Abend kamen wir dann in unserer Unterkunft in der Nähe von Talca an. Ein riesiges Gelände mit Tieren, einem Fluß, der dort direkt fließt und einer Kettcar – Bahn (leider nur für Kinder ;-)). Außerdem gab es auch einen Swimming – Pool, den ich bei diesem schönen Wetter dann auch gleich genutzt habe. Wir aßen dort dann noch an einer großen Tafel gemeinsam unser Abendessen und dann neigte sich dieser Tag auch schon wieder dem Ende zu.

Am nächsten Tag machten wir uns früh auf zu einer Wanderung. Wir fuhren ca. 1 1/2 h zum Nationalreservat Altos del Lircay, um dort zu starten. Dort angekommen verputzten wir zunächst erst mal ein Teil unserer Frühstücks, das wir in einer Frühstückbox mitbekommen hatten. Dann ging es los in das Reservat und es ging in der prallen Sonne wieder bergauf und wir stellten uns mal wieder auf eine sehr sehr anstgrengende Wanderung ein. Zum Glück war es diesmal jedoch nicht der Fall und die Steigung hielt nicht ganz so lange an. Es gab immer mal wieder Steigungen, dazwischen war es aber auch mal eben oder ging auch ein Stück abwärts. DIese Wanderung war wirklich sehr schön zu laufen und zusätzlich noch in einer sehr schönen Landschaft, bei der man immer wieder tolle Ausblicke hatte. Wir liefen glücklicherweise die meiste Zeit unter Bäumen, da es wirklich ziemlich warm geworden war. Zwischendurch machten wir noch eine schöne Rast und das letzte Stück der Wanderung ging es dann in sehr karges Gebiet mit wenig Schatten. Dort grillten wir ein wenig in der Sonne und freuten uns über jeden Wind und jeden Schatten. Am Zielpunkt angelangt, wurden wir aber auch mit einer tollen Aussicht belohnt. Man schaute in ein Tal, in dem ein Fluß fließt und welches von großen Bergen umgeben war. Wirklich sehr schön! Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, ging es wieder zurück. Nach ca. 8 h kamen wir wieder am Auto an. Dies war wirklich eine der schönsten Wanderungen, die wir in Chile gemacht haben. In unserer Unterkunft angekommen, gab es noch ein leckeres Abendessen und dann fielen wir auch sehr geschafft ins Bett.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Santiago. Der Weg war zum Glück nicht mehr ganz so weit und wir kamen am frühen Nachmittag in Santiago an. Dort ramponierten wir leider noch ein wenig unseren Mietwagen, konnten ihn dann aber glücklicherweise dank toller Unterstützung ohne Extrazahlungen wieder zurückgeben. Danach war noch eine kurze Abkühlung im Pool angesagt (ihr merkt schon, dass Wetter verwöhnte uns die letzten Tage noch mal so richtig) und danach ging es zu einem gemeinsamen Abendessen. Wir wurden wieder genauso herzlich Willkommen geheißen, wie zu unserer letzten Ankunft in Santiago und freuten uns auch genauso wieder liebe Menschen um uns zu haben. Es war ein sehr schöner Abend mit natürlich sehr leckerem Essen.

Den nächsten Tag fuhren wir mit netter Begleitung nach Valparaíso, einer Hafenstadt mit älteren Gebäuden und kleinen bunten Häuschen am Hang. Nettes Städtchen! Weiter ging es nach Vina del Mar nicht weit von Valparaíso entfernt. Dies ist ein beliebter Urlaubsort mit schönen Stränden, wo zu dieser Jahreszeit glücklicherweise noch nicht so viel los war. Diesmal konnten wir den Pazifik also bei schönstem Sonnenschein genießen. Das Wasser war noch ziemlich kalt und so ging es nur mit den Füßen rein. Nach einem sehr netten MIttagessen ging es weiter an der Küste entlang und dann wieder zurück Richtung Santiago. Dort angekommen hatten wir Zeit uns noch ein wenig auszuruhen und eine Runde im Pool zu schwimmen bevor es dann zum letzten Abendessen in Chile in ein nettes Restaurant ging. Dieser Abend war ebenfalls sehr schön und so fiel der Abschied um so schwerer.

Nun war der Tag der Abreise gekommen. Nach einem gemütlichen Frühstück im Garten, machten wir noch ein paar Erledigungen bis es dann ans finale Packen ging. Nach einem kleinen Mittagessensnack, ging es dann auch schon zum Flughafen und es hieß Abschied nehmen… Nun sind wir wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen. Hier ist es ganz schön dunkel und kalt… aber wir haben ein wenig Sonne getankt und tolle Erinnerungen mitgebracht.

Das grüne Chile

Die Zeit vergeht hier wirklich viel zu schnell… Schon wieder einige Tage seit dem letzten Beitrag vergangen. Gar nicht so leicht sich zu erinnern, was in der Zeit alles so passiert ist :-). Ich versuch es mal…

Nachdem wir die erste Nacht in Puerto Varas verbracht hatten, haben wir ein wenig die Umgebung erkundet. Wir sind nach Petrohué gefahren. Unterwegs konnnten wir den Vulkan Osorno, der dort alles überschattet, von allen Seiten bewundern. Außerdem sind wir noch an schönen Wasserfällen vorbei gekommen, die sich in das Lavagestein gegraben haben. In Petrohué gab es einen schönen See auf dem wir eigentlich eine Kanutour geplant hatten aber hier ist gerade noch nicht wirklich Saison und viele Sachen haben noch geschlossen, so konnten wir auch keine Kanus leihen. Alternativ wurden wir jedoch mit einem kleinen Motorboot über den See geschippert. Das war auch sehr nett und auch gar nicht anstrengend ;-). Auf dem Rückweg wollten wir uns dann den Vulkan auch noch ein bisschen näher anschauen. Bis zu einer bestimmten Höhe kann man mit dem Auto hinauf fahren und dort genossen wir die schöne Aussicht und schauten uns ein wenig um. Dann ging es zurück nach Puerto Varas.

Der nächste Tag begrüßte uns sehr grau und wir machten uns im Dauerregen weiter auf Richtung Norden. Wir fuhren nach Osorno und von dort aus an die Küste nach Bahía Mansa. Die Strecke führte durch eine sehr schöne Landschaft und endete am tosenden Meer. Da es aber leider den ganzen Tag nicht aufhörte zu regnen, stiegen wir kaum aus und verbrachten fast den ganzen Tag nur im Auto. Wir fuhren zurück nach Osorno, um dort zu nächtigen. Wir waren ja eigentlich schon vorgewarnt aber Osorno ist wirklich keine schöne Stadt und auch die Unterkunft war nicht so schön. Der Regen verstärkte diesen Eindruck wahrscheinlich noch.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Pucón. Auch hier kamen wir durch landschaftlich sehr schöne Gebiete, doch weiterhin im Dauerregen. Das bedeutete wieder, dass wir die Landschaft überwiegend aus dem Auto heraus genossen und nicht viel ausstiegen. In Pucón angekommen, schauten wir uns noch ein wenig die Stadt an. Danach machten wir uns zu unserer supertollen Unterkunft bei Bekannten auf. Da die Sonne ein wenig hervor blinzelte, machten wir noch einen kurzen Spaziergang dort in der Gegend und dann ging schon ein weiterer Tag zu Ende.

Der nächste Tag erwartete uns erneut mit Dauerregen. Den Vulkan Villarica, der ansonsten direkt aus unserem Fenster zu sehen wäre und das Wahrzeichen dieser Region ist, hatten wir bisher noch nicht zu Gesicht bekommen… Wir machten uns auf den Weg Richtung Nationalpark Villarica und machten eine zweistündige Wanderung, bei der wir uns durch den Schlamm kämpften. Das Wetter hatte weiterhin kein erbarmen und es regnete und regnete. Wir machten aber mal wieder Bekanntschaft mit einigen Tieren. Bei den Wanderungen und auch Autofahrten ist man aber auch irgendwie immer wieder überrascht, wenn plötzlich Kühe, Pferde, Schafe, o.ä. plötzlich vor einem auf dem Weg stehen. Eigentlich müsste man sich ja mittlerweile dran gewöhnt haben. Nach der Wanderung ging es in eine heiße Quelle, die es hier auf Grund der vielen Vulkane überall gibt. Das war wirklich sehr schön. Wir saßen in einer warmen Quelle in einem kleinen mit natursteinen eingefassten Pool und neben uns floß ein Fluss entlang. Von oben kam weiterhin der Regen, der dann aber auch gar nicht mehr störte. So haben wir diesen verregneten Tag sehr schön verbracht. Unsere Klisches von Südamerika werden hier übrigens so gar nicht erfüllt. Es ist total grün, überall blüht es und dann regnet es auch noch. Wir dachten irgendwie es wäre sonniger, trockener und staubiger. Aber dann ist es so, wie wir es nun kennen lernen vielleicht sogar schöner.

Der nächste Tag begrüßte uns mit…SONNE! Außerdem sahen wir, wie versprochen, den Vulkan aus unserem Fenster. Mit seiner verschneiten Spitze sah dieser auch wirklich sehr beeindruckend aus. Nach ein paar Erledigungen in Pucón machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark Huerquehue zu einer Wanderung. Zunächst ging es ziemlich seicht an einem See entlang und an einem Bauernhof vorbei. Danach schlängelte sich der Weg jedoch wieder ziemlich steil nach oben und wir machten einige Höhenmeter gut. Zwischendurch gab es noch Abzweigungen zu wunderschönen Wasserfällen, die aber natürlich auch immer einige Meter nach unten führten und wir dann wieder nach oben auf den Hauptweg zurück mussten. Dies war ein weiterer anstrengender Aufstieg in Chile. Zwischenzeitlich wurden wir jedoch mit tollen Aussichten belohnt. Oben angekommen, fanden wir uns in einem schönen Wald mit mehreren Seen wieder. An einem dieser Seen machten wir Rast, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Dieser war auch nicht ohne, da der Weg wirklich sehr matschig war. Nach 5 1/2 Stunden kamen wir geschafft wieder an unserem Auto an. Nach einem Abendessen in Pucón, fielen wir müde ins Bett.

Am nächsten Tag mussten wir uns leider von der tollen Unterkunft und unseren netten Gastgebern verabschieden. Wir waren aber natürlich auch gespannt und machten uns bei schönstem Sonnenschein weiter Richtung Norden auf. Nach einer Passüberquerung mit schöner Aussicht schlängelten wir uns Richtung Nationalpark Conguillo, den wir eigentlich durchqueren wollten, um zu unserem nächsten Ziel zu gelangen. Doch obwohl wir schon viele Dinge mit unserem Auto hier gemeistert haben, mussten wir hier kapitulieren. Die großen Bodenwellen und die riesen Wasserpfützen bei denen wir jedesmal bangen mussten wie tief sie nun sind und ob wir durchkommen, trübte die Fahrfreude ein wenig. Mit dem Motor in dem Auto, der noch nicht einmal den Namen verdient, trauten wir uns dann irgendwann doch nicht mehr weiter. Eigentlich sehr schade, denn der Nationalpark war sehr schön. Auf jeden Fall ging es dann wieder zurück und der Park wurde weiträumig umfahren. Dies kostete uns einige Kilometer und Zeit. An diesem Tag spürten wir mal wieder sehr deutlich, wie anstrengend das Fahren auf unbefestigten Straßen sein kann. Man muss wirklich sehr konzentriert sein, da auch immer mal wieder Schlaglöcher auftauchen oder Tiere auf der Straße stehen können. Wir fuhren durch eine schöne Landschaft, waren dann aber auch froh als wir nach einem langen Tag mit Auto fahren an unserer Unterkunft in der Nähe von Malalcahuello ankamen. (@ Richard: die Grüße an Ivana sind überbracht und natürlich sollen wir auch zurück grüßen)

Nach dem vorherigen langen Autofahrtag entschieden wir uns heute (ja, da sind wir jetzt schon angekommen) noch eine Nacht länger zu bleiben und einen autofreien Montag zu machen. Das Wetter ist wirklich sehr wechselhaft hier und heute war wieder grau und regnerisch. Das kam uns aber auch ganz gelegen und wir gingen den Tag ein wenig ruhiger an. Mittags machten wir uns dann aber auch noch auf den Weg auf eine vierstündige Wanderung, die mal keine großen Steigungen enthielt. Das war wirklich sehr entspannend und wir erwischten auch tatsächlich die Zeit des Tages, in der es die meiste Zeit nicht regnete und man sogar teilweise die Sonne erahnen konnte. Danach hatten wir wieder Zeit uns auszuruhen bis wir dann gemütlich unser Abendbrot zu uns nahmen und nun den Abend ausklingen lassen. So ein gemülicher Tag ist auch echt mal schön!

Morgen setzen wir dann unsere Fahrt Richtung Norden fort…to be continued.

Nationalpark Torres del Paine

Von Puerto Natales machten wir uns also am  Freitag auf den Weg in den Nationalpark Torres del Paine. Schon der Weg dorthin war sehr schön. Es ist unglaublich wie eine Landschaft gleichzeitig so weit aber auch bergig sein kann. Der Weg wurde für uns zu einem kleinen Erlebnis als dann plötzlich die geteerte Straße endete und wir nur noch auf Schotterpisten fuhren für die nächsten Tage. Zum Glück gewöhnten wir uns schnell daran und machten uns nicht mehr all zu große Sorgen um das Auto.

Neben der tollen Landschaft, sahen wir auch viele Tiere. Neben den bekannten, wie Schafen, Kühen und Pferden, die hier massenweise am Straßenrand grasen und die momentan auch alle Junge bekommen haben. (Kleiner Exkurs: es ist einfach total merkwürdig, dass hier Frühling ist. Alles erwacht aus dem Winterschlaf, die Bäume sind hellgrün, die Tiere bekommen ihre Jungen und zwischendurch guckt man und denkt, die Blätter haben sich gefärbt aber dann sind es Blüten. Man ist halt überhaupt nicht auf Frühling eingestellt und muss immer wieder neu überlegen. Das ist gerade extremer als der Jetlag, der ja auf Grund der geringen Zeitverschiebung auch gar nicht so schlimm ausfällt.) Zurück zu den Tieren, nun nämlich zu den in Deutschland nicht heimischen. Ganz viele Guanakos haben wir gesehen, die dort in Herden durch die Gegend laufen und auch einige Nandus, die aber leider vor unserer Linse immer geflüchtet sind.

Nachdem wir im Nationalpark angekommen waren, wurde die Landschaft immer atemberaubender. Das bedeutete wir kamen nicht nur wegen der Schotterstraßen sehr langsam voran, sondern auch weil wir viel anhielten und die Landschaft genossen und natürlich auch gaaanz viele Fotos machten. Außerdem machten wir noch eine zweistündige Wanderung, die auch durch eine (wie sollte es auch anders sein?) wundervolle Landschaft führte und an einem kleinen See und einem schneebedeckten Berg mit Gletscher endete. Das ist echt Wahnsinn, wenn man da steht und plötzlich ein „Donnergrollen“ hört und dann riesige Schneemassen runter kommen. DIe Wanderung war wirklich sehr schön. Zurück am Auto machten wir uns langsam auf den Weg zu unserer Unterkunft und so ging der erste Tag im Nationalpark dem Ende zu.

Am nächsten Tag hatten wir eine Wanderung zu dem Wahrzeichen des Parks geplant, zu den Torres del Paine. Das sind drei turmartige Grantifelsen, die an einem kleinen See liegen. Morgens begrüßte uns der Tag mit Dauerregen und sehr starkem Wind aber diese Wanderung wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen. Los ging es dann auch regenfrei und mit ein paar Sonnenstrahlen. Das erste Stück ging sehr steil nach oben und wir ahnten, dass diese Wanderung kein Sonntagsspaziergang wird… Als wir auf einer gewissen Höhe angekommen waren, fing es dann auch an zu schneien. Wir gingen auf einem sehr schmalen Weg oberhalb einer Schlucht entlang, in der sich unten ein Fluß entlang schlängelte. Dort kamen uns dann auch noch Pferde entgegen… Nach dem wir den Kamm erreicht hatten, ging es auch langsam wieder nach unten bis zu dem Fluß hinunter und dann auch eine Stückchen dran entlang. Dann wanderten wir eine zeitlang in einem schönem Wald entlang, wo es immer mal wieder hinauf und hinab ging und wir auch sehr abenteuerliche Holzbrücken überquerten. Dieses Stück war wirklich sehr schön zu laufen. Doch als wir uns dann dem Ziel sehr nah wähnten, kam der anstrengendste Teil! Wir mussten uns eine Stunde lang einen sehr steilen Berg hinauf kämpfen bzw. hinaufkraxeln. (Wer den einen steilen Teil von Schierke zum Brocken kennt mit den vielen großen Steinen auf den Weg, kann es sich vielleicht ein bisschen vorstellen. Diese Strecke war nur viel länger und steiler.) Das war wirklich sehr, sehr anstrengend und eigentlich dachte ich, dass ich einigermaßen fit bin… Auf jeden Fall sind wir dann doch irgendwann oben angekommen und waren glücklich, dass wir es geschafft hatten. Von den drei Türmen war leider nichts zu sehen, da sie vollkommen in den Wolken verschwanden. Wir machten ein kurzes Picknick und konnten zwischenzeitlich, als die Sonne ein wenig raus kam sogar die Türme in den Wolken erahnen. Da es dort oben aber ziemlich windig war, machten wir uns auch bald an den Abstieg. Auf dem Rückweg sahen wir noch einen tollen zum Teil roten Vogel, der wohl seinem Verhalten nach eine Art Sprecht sein muss. (Hier sieht man eh sehr viele bunte Vögel. Sehr hübsch, auch wenn es Vögel sind.) Danach machten wir noch eine kurze Rast in einer Hütte und dann kamen wir nach ca. 20 km mit vielem Auf und Ab und einer 7stündigen Wanderung wieder an unserem Auto an. Wir waren ziemlich kaputt, hatten aber eine wirklich schöne Wanderung hinter uns gebracht.

Der nächste und letzte Tag im Nationalpark wurde etwas gemütlicher angegangen. Wir machten uns auf den Weg zum Lago Grey, wo wir eine dreistündige Schiffahrt machten, die als Highlight ziemlich nah an einem Gletscher vorbei führte. Diese riesen Eismassen, die wir dort zu Gesicht bekamen, waren wirklich unglaublich schön. Diese unterschiedlichen Farben und Formen, die das Eis annehmen kann, sind unbeschreiblich. Wir haben sogar gesehen, wie ein riesen Stück von dem Gletscher abgebrochen und ins Wasser gefallen ist, das war auch ein Schauspiel. Wirklich, wirklich toll diese Schifffahrt!                                Nach einem kleinen MIttagssnack machten wir uns dann auch langsam auf den Weg zurück nach Puerto Natales. Es war schon ein wenig schade den Nationalpark wieder verlassen zu müssen. Es hat uns dort sehr gefallen. Aber auch die Rückfahrt war wieder sehr schön und in Puerto Natales hatten wir glücklicherweise eine sehr schöne Unterkunft mit dem Blick aufs Wasser und die schneebedeckten Berge. Wir ließen den Abend noch bei einem sehr leckeren Essen ausklingen und fielen geschafft und glücklich ins Bett.

Den nächsten Tag ging es dann wieder von Puerto Natales nach Punta Arenas zurück, von wo wir dann wieder Richtung Norden nach Puerto Montt flogen. Auf dem Flug konnten wir dann übrigens die Torres del Paine noch in ihrer vollen Pracht sehen, wo wir sie bei unserer Wanderung nicht bewundern konnten. In Puerto Montt wurden wir vom Flughafen abgeholt und zu unserer Unterkunft nach Puerto Varas gebracht. Mittlerweile war es schon ziemlich spät und wir aßen nur noch was und überlegten uns, was wir am nächsten Tag machen wollten. Mit dieser Schilderung geht es dann demnächst weiter…

Pitsch – patsch Pinguin… *singing*

Am Dienstag sind wir also in Punta Arenas angekommen und haben dort zwei sehr schöne entspannte Tage verbracht. Wir hatten dort eine sehr tolle Unterkunft mit sehr netten herzlichen Menschen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir die Zeit nur in unserer Unterkunft verbracht haben :-).

An unserem Ankunftstag haben wir uns erst einmal die Stadt angeschaut. Wir waren am Wasser, besser gesagt an der Magellanstraße, haben uns an einem Aussichtspunkt einen Überblick verschafft und haben dann einen Friedhof besichtigt. Dieser Friedhof war wirklich sehenswert. Alles sehr schön zurecht gemacht und die Gräber waren eher Schreine. Außerdem wurde gerade an vielen Gräbern „Frühjahrsputz“ gemacht. Was nicht, wie bei uns bedeutet, dass kurz mal neue Blumen gepflanzt werden und das wars dann… es wurde lackiert und gewienert und das am Besten mit der ganzen Familie (die Erwachsenen arbeiteten, die Kinder kletterten auf den Gräbern herum). Das war wirklich ein Erlebnis :-).

Am nächsten Tag mussten wir dann mal wieder früh aufstehen, denn es ging los zu den Pinguinen! Um 7 Uhr war schon Abfahrt und dann ging es mit dem Minibus zur Ablegestelle. Dort stiegen wir in ein (Schlauch-)Boot und schon ging es Richtung Isla Magdalena. Dort angekommen erspähten wir schon von Weitem die drolligen Geschöpfe. Das ist wirklich toll, diese lustigen Tiere wirklich mal in ihrer natürlichen Umgebung durch die Gegend watscheln zu sehen. Wirklich sehr süß! Obwohl es schon ein bisschen merkwürdig war, dass sie statt in Eis und Schnee in Erdlöchern leben und dort ihre Eier legen. Eine Stunde hielten wir uns auf der Insel auf und dann ging es auch schon weiter zur Isla Marta. Dort gingen wir nicht an Land, konnten aber mit einigem Abstand Komorane und Seelöwen beobachten. Die Seelöwen waren auch sehr süß. Die Jüngeren sind ganz neugierig ganz in die Nähe des Schiffes gekommen. Nur Delfine haben wir leider nur sehr flüchtig gesehen…

Am Nachmittag sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gewandelt. Unter anderem waren wir bei dem Denkmal von Magellan und haben den Fuß des Indianers berührt. Das bedeutet, dass wir irgendwann wieder her kommen :-).

Am nächsten Tag (Donnerstag) ging es dann mit unserem Mietwagen nach Puerto Natales. Auf dem Weg gab es schon sehr viel zu sehen und Puerto Natales ist auch ein ganz süßes Städtchen in einer tollen Landschaft. Abends haben wir noch einen schönen Spaziergang am Wasser entlang gemacht.

Heute ging es dann von Puerto Natales in den Torres del Paine Nationalpark aber davon später mehr…

P.S.: Der Bericht kommt leider ein bisschen verspätet, da wir hier nicht mit sehr guten Internetverbindungen gesegnet sind.