Da wir uns entscheiden den ersten bzw. nun letzten Teil des Weges nicht ein zweites Mal zu laufen, war heute eine ganz kurze Etappe.
Obwohl das Wetter wieder schöner war, war von Anfang an der Wurm drin. Nach ein paar Kilometern ist mir aufgefallen, dass ich meinen Fotoapparat vergessen habe und so mussten wir nochmal zurück zur Unterkunft, wo ich ihn dann glücklicherweise schnell wiederfand.
Dann ging es los und nach einem Stück Straße entschlossen wir uns früher an den Strand zu wechseln als es der Weg vorgab. Leider gab es einen Grund, warum der Weg nicht direkt am Strand langführte, da diesen ein Fluss querte über den wir nicht rüber kamen. Also wieder zurück und einen anderen Weg nehmen. Das ein Fluss den Strand querte passierte uns leider noch ein weiteres Mal, so dass wir wieder Umwege gehen mussten. Auf dem Sand ging es sich teilweise auch sehr beschwerlich, unsere Füße sind auch nicht mehr die fittesten und so wurde diese 9 km Etappe echt noch mal beschwerlich. Wobei wir sie ja auch das ein oder andere Mal verlängert hatten. In Camp angekommen, nahmen wir den Bus nach Tralee und hier verbringen wir noch unsere letzten Tage bis wir uns morgen wieder auf den Weg nach Hannover machen.
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Dingle – Way, siebte Etappe: von Cloghane nach Castlegregory
Das Ende des Weges naht und gestern stand schon die siebte Etappe an. Nachdem die Tage vorher das Wetter so viel schöner als erwartet war, war es an diesem Tag schlechter als wir es erwartet hatten. Wir gingen los und es war ziemlich bedeckt. Das kannten wir in den letzten Tagen gar nicht mehr und dann fing es auch ziemlich schnell an zu nieseln. Am Anfang ging es mal wieder an der Straße entlang und der Regen wurde leider zwischenzeitlich immer mal wieder doller, so dass wir nach tagelanger Abstinenz mal wieder die Regenjacken auspacken mussten. Aber das war alles nicht so schlimm und bald bogen wir wieder auf einen richtig schönen Sandstrand ab, an dem wir 12 km entlang liefen. Wirklich toll! Zwischendurch hörte es auch mal wieder auf zu regnen und wir hofften schon auf ein paar Sonnenstrahlen. Als wir jedoch zum Ende des Strandes kamen fing es richtig doll an zu regnen. Wir kamen in ein kleines Dörfchen, wo wir auf einen offenen Pub hofften. Dieser hatte leider noch geschlossen. Da wir jedoch eine Pause brauchten, nutzten wir zumindest die Bänke vor dem Pub, die leider aber auch nicht überdacht waren. Mit Regensachen ging das einigermaßen. Irgendwann kam ein Mann aus dem Pub und sagte uns, dass hinter dem Haus überdachte Bänke wären, die wir gerne nutzen können. Das war dann schon ein bisschen angenehmer und wir konnten hier den größten Regen abwarten.
Dann ging es irgendwann weiter über Wiesenwege wieder Richtung Küste, ein Stückchen Straße entlang und dann wieder für eine Weile auf einen Strand. Irgendwann mussten wir nochmal ein bisschen Straße gehen, bis wir für das letzte Stück erneut an einen Strand abbogen. Dann kamen wir in das Dorf Castlegregory und waren bald an unserer Unterkunft angekommen. Diese Etappe mit überwiegend laufen am Strand war sehr schön, auch wenn es vom Wetter her bisher der schlechteste Wandertag war. Die gestrige Etappe kann zwischen 22km und 29km lang sein, je nachdem wo das Wasser gerade steht. Unsere Kilometer liegen wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Wir waren auf jeden Fall ziemlich geschafft.
Da passte es sich, dass wir noch so viel Zeit haben und für heute noch einen Tag am Strand eingeplant hatten. Eigentlich bei Sonne und eventuell der Möglichkeit schwimmen zu gehen aber daraus wurde nichts, denn heute ist es ziemlich windig, bedeckt und heute vormittag hat es ordentlich geschüttet. Das heißt wir haben den Tag ganz gemütlich verbracht und nur ich habe mich zwischendurch für einen kleinen Spaziergang an den Strand getraut. Ordentlich durchpusten lassen ist ja auch mal ganz schön.
Morgen geht es dann zurück nach Tralee, wo wir dann unsere letzten Tage verbringen werden.
P.S.: Fotos haben wir auf Grund des Wetters nur ganz wenige gemacht und auch keins mit dem Handy. Deswegen gibt es zu diesem Bericht keine Fotos.
Dingle-Way, sechste Etappe: von Cuas nach Coghane
Nachdem wir eine zeitlang nicht dazu gekommen sind und dies nun der dritte Bericht in Folge sein wird, den wir kurz hintereinander veröffentlichen sind wir dann auch wieder in der Gegenwart angekommen.
Gestern machten wir uns zu der sechsten und laut Reiseführer schwierigsten Etappe auf den Weg. Wir bemühten uns also frühzeitig aufzubrechen, um genug Zeit zur Verfügung zu haben. Da wir am Fuße des Mount Brandon übernachtet hatten, dessen Sattel wir heute überqueren wollten, ging es auch ziemlich schnell stetig bergauf. Wir kamen wieder auf Schafweiden. Diesmal gab es jedoch gar keinen Weg, sondern wir arbeiteten uns von Holzpfeiler zu Holzpfeiler immer weiter die sehr unebene und teilweise nasse Wiese nach oben. Am Anfang war der Anstieg noch relativ human, bis es dann irgendwann immer steiler wurde. Als wir schon dachten, dass wir oben sind, stieg der Weg nur eine Weile nicht so stark an bis es wieder ordentlich nach oben ging. Auch wenn es ein bisschen diesig war, hatte man wirklich tolle Ausblicke und der Aufstieg lohnte sich. Die Wiesen waren teilweise sehr nass, so dass man sich immer wieder einen einigermaßen trockenen Weg bahnen musste. Aber nach einigen Kilometern hatten wir den Sattel erreicht, wo es unglaublich windig war und wir zusahen wieder nach unten in windstillere Regionen zu kommen. Der Weg nach unten war auch nochmal sehr anspruchsvoll. Da alles matschig war und die Steine über die wir kletterten auch teilweise nass waren, musste man schon sehr vorsichtig sein. Wir bahnten uns wieder unseren Weg und versuchten möglichst trockenen Fußes weiter zu kommen. Nach einiger Zeit kamen wir dann an eine Schotterstraße und damit ging der anstrengendste aber damit auch schönste und abenteuerliche Teil dieser Etappe zu Ende. Diese Schotterstraße führte uns, weiterhin umgeben von Schafweiden, stetig nach unten, bis wir wieder eine kleine Straße erreichten. Dort wanderten wir noch durch ein kleines Örtchen, wo wir erneut einen Pub fanden, bei dem wir am Wasser sitzend ein kühles Getränk zu uns nahmen. Dann ging es weiter die Straße entlang, die dann bald nochmal ein Stückchen bergauf ging, um dann irgendwann abzubiegen und uns über grüne Schafsweiden unserem Ziel näher zu bringen. Nach 24 km haben wir diese Etappe gut hinter uns gebracht und den Abend im Pub ausklingen lassen, wo wir auch die Österreicher wieder trafen, denen wir auch schon auf dem Weg immer mal wieder begegneten.
Der heutige Tag war wieder ein Ruhetag, den wir in dem kleinen Dörfchen Cloghane verbrachten. Wir mussten zwar die Unterkunft wechseln, da jeweils immer nur eine Nacht frei war aber das war auch die einzige große Tat heute. Ansonsten haben wir das erneut gute Wetter genossen und uns einen entspannten Tag gemacht.
Dingle – Way, fünfte Etappe: von Dunquin nach Cuas
Los ging es bei gutem Wetter zur nächsten Etappe. Erstmal wieder ein bisschen an der Straße entlang, doch schon bald überquerten wir über Feldwege einen kleinen Berg , wo wir dann wieder den ersten tollen Blick auf die Küste werfen konnten. Wieder unten angekommen, ging es erstmal wieder zu einer kleinen Bucht. Wieder mit einem kleinen tollen Sandstrand – traumhaft schön. Danach entschieden wir uns, nicht unserem eigentlichen Weg zu folgen, sondern einen kleinen Umweg zu machen, damit wir noch länger an der Küste bleiben können. Wir wanderten also noch eine zeitlang oberhalb der Steilküste entlang und hatten erneut wunderschöne Ausblicke. Wenn man so dieses türkisfarbene Meer sieht kann man sich gar nicht vorstellen, dass es so kalt ist. Es sieht auf jeden Fall immer sehr einladend aus.
Auf dem Dingle – Way zurück, ging es leider wieder ein ganzes Stück über größere und kleinere Straßen. Aber nach einigen Kilometern wurden wir für die Mühen belohnt und wir kamen wieder an einen tollen Sandstrand, an dem wir wieder eine ganze Zeit entlang liefen. Zwischenzeitlich wanderten wir auf Grund des Wasserstandes oberhalb an der Steilküste entlang aber immer nah am Meer. Als der Strand endete, mussten wir diesen verlassen und eine kurze Zeit auf der Straße wechseln. Das erste Mal auf unserer Wanderung kamen wir nachmittags an einer Einkehrmöglichkeit vorbei, diese musste dann auch genutzt werden. So saßen wir auf einer kleinen Terrasse, genossen unsere kalten Getränke und aßen einen kleinen Snack. So schön wie es war, doch bald mussten wir wieder los, um auch den Rest der Etappe noch gut hinter uns zu bringen. Weiter ging es oberhalb einer schönen Steilküste entlang. Irgendwann bogen wir wieder ab und liefen auf Straßen weiter. Doch schon bald ging es über Feldwege und auf engen mit Büschen gesäumten Wegen weiter. Das letzte Stück ging es nochmal über Schafsweiden weiter und irgendwann erreichten wir unser B&B irgendwo im nirgendwo. Laut Reiseführer haben wir mit dieser Strecke 22 km hinter uns gebracht. Mit unserem Umweg wird es ein bisschen mehr gewesen sein und auch Mitwanderer haben per GPS eine längere Strecke gemessen. Die gefühlten Werte besagen auch, dass es mehr gewesen sein müsste. Wir waren zumindest ziemlich müde und geschafft an diesem Tag. Abends trafen wir noch Österreicher, die wir schon bei unserer vorherigen Unterkunft kurz gesehen hatten und verbrachten noch einen netten Abend.
Dingle – Way, vierte Etappe: von Dingle nach Dunquin
Nachdem wir den Tag vorher einen gemütlichen Ruhetag hatten, ging es wieder los mit der nächsten Etappe.
Um aus der Stadt raus zu kommen ging es wieder ein paar größere Straßen entlang. Das kann man wohl nicht vermeiden. Wir starteten im Regen, sogar mit Regenjacken an. Aber dieser verflüchtigte sich bald und es wurde wirklich ein wunderschöner Tag mit überwiegend Sonne.
Die Straßen auf denen wir liefen wurden wieder kleiner und bald ging es auch wieder über schöne Graswege zwischen den Weiden entlang.
Bald kamen wir an einen tollen Sandstrand, an dem wir auch eine ganze Weile entlang liefen. Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so tolle, lange Sandstrände gibt – wirklich schön. Da konnte man sich gar nicht satt sehen. Nach einer Weile verließen wir diesen und nach einiger Zeit ging der Weg immer weiter nach oben bis wir wieder auf Schafweiden landeten und einen fantastischen Blick auf die Küste hatten. Hier liefen wir eine ganze Zeit lang und genossen den tollen Ausblick. Der Weg machte es uns nicht allzu einfach, sondern ging immer wieder rauf und runter aber es sollte ja auch nicht zu langweilig werden :-).
Die Strecke war wirklich richtig toll, vor allem bei dem schönen Wetter. Bald erblickten wir auch Blasket Island, die mittlerweile unbewohnte Insel, die man von dort oben sehr gut sehen konnte. Nach einigen Kilometern ging es leider wieder nach unten und wir mussten eine zeitlang an der Straße entlang laufen.
Wie wir mittlerweile gelernt haben, kann sich in Irland schnell das Wetter ändern und plötzlich fing es an zu regnen. Also schnell in die Regenjacken und dann war der Schauer auch schon schnell wieder vorbei. Wir bogen Richtung Küste ab und nach kurzer Zeit waren wir dann auch schon in Dunquin, einem kleinen Dörfchen an der Küste. Wieder 23 km geschafft :-).
Dies war die erste Etappe, bei der wir andere Wanderer sahen. Zum einen waren auch Tageswanderer dort unterwegs, zum anderen trafen wir aber auch Leute, die ebenfalls den Dingle – Way liefen. Beim Abendessen bekamen wir dann auch Gesellschaft von einem anderen Deutschen, der zwar nicht wanderte aber mit dem Mietwagen in Irland unterwegs war. So ging auch dieser Tag zu Ende.
Dingle – Way, dritte Etappe: von Annascaul nach Dingle
Gestern ging es wieder früh los. Nachdem wir während des Frühstücks auf den nicht enden wollenden Regen blickten, hatte das Wetter als wir los liefen doch erbarmen und es war trocken. Am Anfang liefen wir an einer ziemlich stark befahrenen Straße entlang, was leider nicht so schön war. Glücklicherweise konnten wir bald auf eine kleinere Straße abbiegen und wurden wieder von vielen neugierigen Tieren am Straßenrand begleitet. Leider liefen wir auf dieser Etappe sehr viel über Straßen. Meistens kleine, so dass dort fast keine Autos fuhren aber das hat uns nicht ganz so gut gefallen. Zwischenzeitlich kamen wir an eine Bucht mit einer Schlossruine. Da gerade Flut war, war kein Strand zu sehen aber einen schönen Ausblick auf das Meer hatte man auf jeden Fall. So nah kamen wir diesem auf dieser Etappe auch nicht mehr. Es gab glücklicherweise im hinteren Teil auch wieder einen Teil der über kleine Wege und direkt über die Schafs- und Kuhweiden verlief. In diesem Teil hatte man auch wieder einen tollen Blick auf die Berge und das weiter entfernte Meer. Dieser Teil ging jedoch bald zu Ende und wir näherten uns auf einer Schotterstraße langsam unserem Ziel, das wir dann auch erreichten. Nachdem es wirklich den ganzen Tag schön und sonnig war, traf uns leider auf den letzten Metern noch mal ein ordentlicher Regenschauer. Aber wenn man weiß, dass man bald aus den nassen Klamotten raus kommt, ist das auch nur halb so schlimm.
Dingle ist ein Dörfchen, was ziemlich touristisch ist. Es gibt viele kleine Läden, Cafés und Restaurants. Nachdem wir uns ausgeruht hatten, schauten wir uns noch ein bisschen um und dann war der Tag auch schon wieder zu Ende.
Heute hatten wir uns überlegt einen Tag Wanderpause einzulegen und mit einem Boot zu der Great Blasket Island zu fahren. Aber leider ist das Wetter heute nicht ganz so gut und die Boote fahren nicht. Nun haben wir einen richtigen Ruhetag und entspannen ein wenig.
Die Wettervorhersage ist für die nächsten Tage leider nicht ganz so gut. Mal schauen, was sie so bringen.
Dingle – Way, zweite Etappe: von Camp nach Annascaul
Heute machten wir uns zu unserer zweiten Etappe auf. Nachdem wir mit zwei netten Frauen aus Deutschland gefrühstückt hatten, unsere Gastgeberin uns noch mit Wasser versorgt hatte und uns auch noch in Annascaul ein Zimmer organisiert hatte. Kathleen war wirklich sehr sehr nett und hat uns sehr gut umsorgt.
Als es dann los ging, mussten wir erstmal wieder auf den Weg zurück. Um schon mal die Spannung vorweg zu nehmen: heute hat es nicht geregnet, zumindest nicht so, dass wir die Regenjacken anziehen mussten. Und Nieselregen zählt ja nicht ;-). Stetig ging es auf einer kleinen Straße bergauf mit schönen blühenden Büschen am Wegesrand. Wir wurden erneut viel von Schafen am Wegesrand begleitet und schon bald bogen wir auch wieder auf deren Weide ab und liefen dort über gut befestigte Schotterwege durch die grünen Berge Irlands. Zwischendurch kamen wir durch ein Wäldchen mit Nadelbäumen und wir begegneten Kühen, Pferden, Eseln und weiterhin ganz vielen Schafen. Langsam ging es wieder nach unten und hinter der nächsten Kurve konnten wir in einiger Entfernung wieder das Meer erblicken. Nachdem es runter ging, ließ das bergauf natürlich auch nicht lange auf sich warten und wir gingen eine zeitlang oberhalb des Wassers entlang mit einem tollen Blick auf die Bucht und die dahinterliegenden Berge. Wir machten noch einen kurzen Abstecher runter zum Inch Beach, einem ziemlich großen und langen Sandstrand. Dort war es sehr schön, auch wenn die parkenden Autos auf dem Strand ein bisschen störten. Dort durfte man leider mit dem Auto den Strand befahren. Wir machten einen kleine Pause. Da es aber auch relativ windig war, hielten wir uns nicht allzulange auf und gingen wieder hoch zum Weg, der wieder stetig anstieg. Irgendwann kamen dann bereits die ersten Häuser unseres Ziels in Sicht und langsam rückten wir näher. Wir merkten schnell, dass es ganz gut war etwas zu reservieren, da dieses kleine Örtchen auf einen Samstag doch ziemlich belebt war. Schnell fanden wir unsere heutige Unterkunft und dadurch, dass diese Etappe erneut mit 17/18 km und ziemlich guten Wegen ganz human war, hatten wir noch Zeit uns einfach ein bisschen auszuruhen und ein paar Sachen einzukaufen. Da morgen immer noch Wochenende ist, rief unser jetziger Gastgeber netterweise auch noch bei unserer nächsten Station in Dingle an, um uns ein Zimmer zu reservieren. Sehr nette Leute hier.
Heute Abend waren wir im „South Pole Inn“ essen. Den Namen bekam dieser Pub, da er von Tom Crean aufgemacht wurde, ein Teilnehmer der ersten Südpolexpedition. Heute wird er immer noch von einem Nachfahren von ihm geführt und scheint ziemlich bekannt zu sein. Als wir rein kamen war es dort relativ ruhig und leer. Doch es kam leben in die Bude als ein 30ster Geburtstag in 90er Jahre Verkleidungen den Laden enterte und ein wenig später noch ein Junggesellen – Abschied dazu kam. Es scheint hier irgendwie so üblich zu sein sich Kleinbusse zu mieten und dann von Pub zu Pub zu fahren. War schon sehr spannend die betrunkenen Leute zu beobachten und sich ein bisschen zu unterhalten. Das war unser heutiger Tag, der nun auch wieder dem Ende zu geht.
Dingle- Way, erste Etappe: von Tralee nach Camp
Heute sind wir zu unserer ersten Etappe der Wanderung aufgebrochen. Bei leichtem Nieselregen ging es los und schon kurz nach dem loslaufen war ein Teil der Strecke gesperrt, so dass wir die ersten Kilometer direkt an der Straße langlaufen mussten aber zumindest der Regen hörte wieder auf. Schnell waren wir in Blennerville, wo es eine Windmühle zu bestaunen gab und wir auch weg von der großen Straße kamen. Dort ging es noch durch kleinere Straßen entlang bis es immer weiter nach oben ging und wir irgendwann ein Gatter durchquerten. Ab dort ging es dann über Wiesen und steinige Pfade. Das war ein rauf und runter und man musste sehr auf den Weg achten, da teilweise sehr viele und große Steine da waren, der Weg sich ganz schön schlängelte und manchmal auch feucht und matschig wurde. Zwischendurch ging es über kleine Stege, um Flüsse zu überqueren und Zäune mussten über kleine Leitern überklettert werden. Die Zäune sollten die Schafe am ausbüxen hindert, die dort herumgrasten. Es wurde auf jeden Fall nicht langweilig und 10 kg auf dem Rücken merkt man auch irgendwie. Die Landschaft um uns herum war die ganze Zeit sehr schön, auf der einen Seite die Berge in den verschiedensten Grüntönen, über die sich die Wolken schoben und auf der anderen Seite blickten wir aufs Meer. So gingen wir eine ganze Weile. Ein Regenschauer durfte natürlich auch nicht fehlen an diesem Tag. Wir sind ja schließlich in Irland. Obwohl uns von mehreren Seiten versichert wurde, dass es die letzten Wochen nicht geregnet hat. Ob wir das so glauben sollen ;-p.
Irgendwann wurde das Gebüsch dann ein wenig höher, Blümchen gab es hier und dort, der Weg wurde ein bisschen „uriger“ und es standen immer mal wieder ein paar Kühe am Wegesrand. Dies führte auch wieder zu mehreren Zaunüberquerungen. Zwischendurch kamen wir noch an einer alten Kirchruine vorbei. Da wir dort aber ziemlich zerstochen wurden, verweilten wir dort nicht allzulang und schon bald waren wir oberhalb unseres Zielortes angelangt. Dieser zog sich jedoch noch ganz schön in die Länge und ein bisschen Weg und eine Flussüberquerung über große Steine hatten wir noch vor uns. In Camp angekommen ging es auf die Suche nach einer Unterkunft. Wen man hier durch einen Ort läuft, kommt man sich auf jeden Fall richtig willkommen vor. Alle vorbeikommenden Autofahrer grüßen, die Schulkinder winken, schon irgendwie echt süß. Bei dem ersten B&B hatten wir leider Pech. Das richtig ärgerliche daran war, dass wir einen ziemlich steilen Berg zu diesem B&B runter gegangen waren, den wir dann leider auch wieder hoch mussten. Beim nächsten B&B hatten wir Glück und sind auf eine sehr nette Besitzerin getroffen, die noch ein Zimmer für uns hatte. So quartierten wir uns hier ein und ruhten uns nach unserer ersten seichten 18km Etappe erstmal aus.
Dublin
Nachdem wir am Montag noch einen schönen Vormittag in Garmisch – Partenkirchen, im Michael- Ende- Kurpark, verbracht hatten, machten wir uns so langsam mit nem Mietwagen auf den Weg Richtung Memmingen. Das war auch sehr schön. Wir kamen durch schöne Landschaften und kleine Alpendörfchen und man hatte die ganze Zeit was zu gucken.
In Memmingen angekommen ging es dann bald mit dem Flieger Richtung Dublin und wir konnten abends unsere Unterkunft beziehen. Diesen Abend gingen wir noch etwas essen und dann hat der lange Reisetag auch schon seine Wirkung gezeigt.
Am nächsten Tag schauten wir uns dann Dublin an. Wir ließen uns ein wenig durch die Stadt treiben, machten eine Tour durch das Schloss und schlenderten durch den Temple Bar Bezirk und irgendwie war dann der Tag auch schon wieder ganz schnell vorbei.
Am nächsten Tag liefen wir wieder Richtung Innenstadt los durch die Einkaufsstraßen Richtung Trinity College. Dort schauten wir uns eine Ausstellung über das Book of Kells an, die jetzt nicht für jeden so richtig interessant war. Aber danach kamen wir in die riesen Bibliothek voll mit alten Büchern. Die war schon ziemlich beeindruckend.
Danach schlenderten wir weiter und gingen in das „The little Museum of Dublin“, wo ganz viele Erinnerungsstücke von Dublinern gesammelt wurden und einem dann in einer Führung die Geschichte Dublins in einer halben Stunde näher gebracht wird. Das war schon ganz spannend. Danach haben wir uns dort noch ein bisschen umgeschaut und dann ging es noch eine Runde durch den Park. Auf dem Rückweg schauten wir uns noch eine bekannte Fußgängerbrücke an und dann neigte sich der Tag schon wieder dem Ende zu.
Am heutigen Donnerstag machten wir uns mit dem Zug auf nach Tralee, wo wir morgen nun endlich unsere Wanderung beginnen werden.
Unser Resümee zu Dublin: kann man sich anschauen aber außerordentlich beeindruckt hat es uns nicht.
- Ha’penny bridge
Garmisch-Partenkirchen
Unser „richtiger“ Urlaub hat ja noch gar nicht richtig angefangen aber wir hatten schon ein sehr schönes Wochenende in den Alpen.
Das Wetter war zwar sehr wechselhaft und wir sind das ein oder andere mal ziemlich nass geworden aber das hat der guten Laune keinen Abbruch getan.
Aber von vorne:
Am Freitag Morgen haben wir uns mit dem Zug auf den Weg gemacht und sind dann am frühen Nachmittag in Garmisch- Partenkirchen angekommen. Dann noch kurz mit der Zahnradbahn gefahren und dann sind wir zur Hütte gewandert, wo die Hochzeit stattfand. Pünktlich zum loslaufen fing es an zu regnen aber zum Glück war es trotzdem warm. Könnten wir uns die Dusche sparen 😜 Den restlichen Tag ließen wir gemütlich in netter Gesellschaft ausklingen.
Am Samstag ging es dann in einer kleinen Gruppe los zu einer Wanderung zu und durch die Höllentalklamm. Das war wirklich eine richtig tolle Wanderung durch schönen Wald, durch ein Felsmassiv durch das sich das Wasser seinen Weg gebahnt hatte. Wirklich schön. Wir wanderten bis zu einer Hütte, wo wir uns kurz stärkten und dann den Weg zurück antraten. Wieder wurden wir ordentlich nass und die Wege in der Höllentalklamm, die vorher schon ziemlich feucht waren, wurden zu kleinen Wasserfällen. Glücklicherweise kamen wir gut und relativ zügig wieder unten an, so dass wir uns, zurück auf der Hütte, noch ein wenig ausruhen konnten. Dann ging die sehr tolle, feucht fröhlich Hochzeitsfeier los, die uns sehr viel Spaß gemacht hat.
Nach einer kurzen Nacht und einem leckeren Frühstück ging es dann heute wieder per pedes zurück nach Garmisch- Partenkirchen, wo wir
den restlichen Tag verbrachten.
Dies war wirklich ein tolles Wochenende. Morgen geht es los Richtung Dublin.




























