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Ende einer schönen Reise

Seit gestern Abend sind wir wieder zu Hause aber den Rest unserer Reise möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. 🙂

Nachdem wir am Tag vorher keinen Platz mehr für eine Führung in der Mary Kings Close bekommen hatten, stand dies nun vormittags auf dem Plan. Wir besichtigten also eine kleine Gasse, die im früheren Edinburgh eine ganz normale Wohnstraße war. Irgendwann wurde jedoch auf diese Gasse ein anderes Haus gebaut. Der Vorteil ist, dass durch diese „Konservierung“ diese Gasse mit ihren Wohnhäusern noch ziemlich gut erhalten ist, der kleine Nachteil ist, dass man sich in den dunklen Untergrund begeben muss, um alles zu besichtigen. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt und wir bekamen von unserem Führer, der natürlich zu dieser Zeit gelebt hat 🙂 eine nette Beschreibung seiner damaligen Nachbarn. Hierzu gehörten unter anderem ein Arzt und ein Totengräber, die gerade zu der Zeit als die Pest ausbrach und einen großen Teil der Bevölkerung ausgelöscht hatte, einiges zu tun hatten. Ihr merkt schon, es war keine langweilige trockene Führung, sondern wirklich sehr gut gemacht.

Danach verließen wir das erste Mal seit unserer Ankunft die Old Town und brachen nach Leith auf. Leith ist das Hafenviertel von Edinburgh und dort liegt die Britannia – das letzte von der Königsfamilie genutze Schiff, welches aber Ende der 1990er außer Dienst gesetzt wurde und nun zu besichtigen ist. Wir konnten sehen, wie die königliche Familie dort lebte und sich eingerichtet hatte und wo unter anderem Prinz Charles und Lady Di ihre Flitterwochen verbrachten. Auch das Leben der Mannschaft an Bord wurde uns näher gebracht. Es war auf jeden Fall interessant, die Ausführungen des Audio Guides manchmal aber vielleicht ein bisschen zu ausführlich und so zog sich die ganze Führung ziemlich hin.

Danach wurde noch ein wenig geshoppt und schon ging auch dieser Tag wieder seinem Ende zu.

Der nächste Tag war dann auch schon unser Abreisetag. Wir flogen jedoch erst am frühen Abend und hatten so noch ein bisschen Zeit in Edinburgh. Wir gaben unseren Gepäck am Bahnhof ab und konnten uns so noch frei in Edinburgh bewegen. Wir begaben uns in die New Town, wo wir bummelten und uns die schönen Strassen, Plätze und Gebäude anschauten. Danach ging es noch ein bisschen in den Princes Garden und dann war es schon Zeit zum Flughafen aufzubrechen.

So ging eine kurze aber sehr schöne, spannende, interessante aber auch anstrengende Reise zu Ende. Schottland ist wirklich sehr schön, auch wenn sie links fahren ;-). Man könnte in den Highlands und sicherlich auch im restlichen Schottland aber auch in der schönen Stadt Edinburgh noch sehr viel mehr Zeit verbringen.

 

Edinburgh

Seit Donnerstagnachmittag sind wir nun in Edinburgh. Nach der Abgabe des Mietwagens sind wir mit dem Bus in die Stadt gefahren und hatten so gleich die Gelegenheit uns ein wenig ortskundig zu machen. Unser Hotel liegt direkt am Grassmarket – ursprünglich ein Marktplatz heute ein belebter, langgezogener Platz umgeben von vielen Pubs und kleineren Geschäften. Gegenüber von unserem Hotel beginnt der Castle Rock – ein steiler, erloschener Vulkan, auf dem die Burg von Edinburgh steht. Nebenbei gesagt befindet sich der Vulkan leider auch zwischen der Busendstation und unserem Hotel, sodaß wir ihn mit unserem Gepäck überqueren müssten. Aber gut, er war ja zuerst da…

Gestern haben wir uns die Burg angeschaut. Allein schon durch die Lage ist sie sehr eindrucksvoll, aber auch innen ist sie sehr imposant. Teilweise wird sie noch von der Armee genutzt, sodaß nicht alle Teile frei zugänglich sind. Wir haben die schottischen Kronjuwelen gesehen (Krone, Zepter & Schwert) – der Rest kam uns von den anderen Burgen bekannt vor, weshalb wir sie nur kurz abgegangen sind. Gerade als wir fertig waren, machte sich eine Soldatin bereit, um die 1-Uhr-Kanone abzufeuern: Jeden Tag um Punkt ein Uhr mittags wird sie abgefeuert, damit man seine Uhr danach stellen kann. Heutzutage eher nutzlos aber trotzdem nett anzusehen und ziemlich laut 😉

Von Edinburgh Castle sind wir bei Nieselregen die Royal Mile entlanggegangen. Dort befinden sich zahlreiche Geschäfte, die typisch schottische Kleidung verkaufen (Karomuster!), landestypische Getränke (Whisky) und den üblichen Touristenkram (Postkarten, T-Shirts und Tassen). Weiter entfernt von der Burg kommen aber auch wieder Pubs und normalere Geschäfte. An ihrem Ende, nach ca. 1,8 km befindet sich das schottische Parlament und der Wohnsitz der Queen, wenn sie in Edinburgh ist: Holyrood Palace.

Mit einem praktischen Audioguide ausgestattet, haben wir uns dann gleich an die Besichtigung des Palastes gemacht. Die Guides waren eine angenehme Abwechslung gegenüber dem sonstigen Schilder lesen. Auch die die freie Reihenfolge der Besichtigung und die Wahlfreiheit, weitere Details zu erhalten oder eben nicht, hat uns gut gefallen.
Zum Abschluss sind wir durch die Ruine der namensgebenden Abtei in den Palastgarten gegangen und konnten den vorzüglich gepflegten englischen Rasen bewundern. Im Sommer läd die Queen hier alljährlich zu einem großen Empfang – vermutlich die einzige Zeit im Jahr, zu dem der Rasen außer zur Pflege überhaupt betreten werden darf.

Ziemlich erschöpft haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und mit letzten Kräften unser Hotel erreicht. Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten sind wir dann zum Mexikaner essen gegangen. Das war ganz in Ordnung, aber das Fischers ist eindeutig besser.
Nach einem kurzen Abstecher zu zwei Pints Guiness bzw. Cider in einen der zahlreichen Pubs am Grassmarket sind wir dann müde ins Bett gefallen.

We drive on the right side: left!

Hallo ihr Lieben,

wir sind am Samstag gut in unseren 8-tägigen Urlaub in Schottland gestartet. Die Überschrift sagt schon, was uns, zumindest am Anfang, am meisten beschäftigt hat. An das Fahren auf der linken Seite muss man sich echt gewöhnen. Dann sind die Straßen in den Highlands auch noch ziemlich schmal und man muss immer damit rechnen, dass plötzlich ein Schaf auf der Straße steht :-). Aber ein paar Tage hatten wir ja nun schon Zeit uns daran zu gewöhnen und dann klappt das auch ganz gut und man denkt nur noch sehr selten „Ah, warum kommt der mir auf meiner Spur entgegen!“.

Ansonsten haben wir die Tage bisher sehr gut verbracht und hatten einen wunderschönen Urlaub. Den Samstag sind wir am frühen Abend in Edinburgh gelandet, haben unseren Mietwagen abgeholt und sind erstmal nach Stirling gefahren, wo wir dann auch übernachtet haben. Dort haben wir den sonnigen Abend noch mit einem Stadtspaziergang ausklingen lassen.

Am nächsten Tag haben wir uns Stirling noch mal genauer angeschaut, wir waren im Schloss und sind durch die Altstadt gebummelt. Gegen Mittag ging es eine sehr schöne Strecke lang nach Fort William, wo wir die Nacht verbrachten.

Am darauffolgenden Tag war Wandern angesagt. Schon auf dem Weg zu unserem Startpunkt war viel zu sehen. Dann ging es den steinigen, nassen und teilweise steilen aber sehr schöne Weg zu einem tollen Wasserfall in einem beeindruckenden Tal. Um direkt zu dem Wasserfall zu kommen, mussten wir eine sehr abenteuerliche Brücke überqueren. Diese bestand aus einem Seil für die Füße und jeweils einem Seil für die Hände. Nachdem der Hinweg etwas wackelig war, waren wir beim Rückweg schon ein bisschen geübter. Auf jeden Fall war es sehr spannend und wir sehr froh, nachdem wir beide trocken wieder auf der sicheren Seite waren :-). Nach dieser tollen Wanderung fuhren wir weiter nach Fort Augustus, wo wir übernachteten.

Da es den Tag vorher so schön war, wollten wir auch an diesem Tag wandern. Wir fuhren also erstmal los am Loch Ness entlang, um dann auf der Hälfte unsere Wanderung zu beginnen. Diese sollte einen „kleinen“ Berg hinaufgehen, glich für uns dann aber irgendwann eher der Besteigung des Mount Everest :-). Nachdem es zunächst gemütlich an einem beschaulichen Fluss entlang ging und zu einem kleinen Hügel hinauf (sind wir schon da?), ging es erst richtig los. Wir sahen einen schneebedeckten Berggipfel in der Ferne, der wohl unser endgültiges Ziel sein sollte. Also ging es los…trocken waren die Wege ja die ganze Zeit nicht aber es wurde auch nicht besser. Wir umhüpfen, umsprangen, umkletterten und umrundeten die Pfützen und Flüsse, die uns immer wieder im Weg waren. Apropos Weg…den gab es auch nicht so wirklich. Teilweise gingen wir in einem Weg, der aber zu einem kleinen Flüsschen geworden war oder umgekehrt…Außerdem lagen überall größere und kleinere Steine herum.

Achja, sehr steil nach oben ging es außerdem noch. Ich war auf jeden Fall froh, dass ich meinen Schuh am Ende noch hatte, da ich ein paar Mal im Matsch stecken geblieben bin :-). Nachdem uns ein paar Mal der Mut fast verlassen hatte, packte uns doch noch der Ehrgeiz und wir bestiegen den Gipfel. Wir wurden belohnt mit einem wunderschönen Ausblick, es hatte sich also gelohnt und den Schnee hatten wir in Deutschland ja auch schon vermisst, da mussten wir uns doch noch mal ein bisschen Erinnerung zurückholen :-). Nachdem wir den Rückweg wieder hüpfend und springend gemeistert hatten, kamen wir geschafft aber glücklich am Auto an. Wir hatten sogar noch so viel Kraft, dass wir uns die Burgruine Urquhart am Ufer des Loch Ness anschauten. Danach ging es weiter nach Inverness, wo wir unsere Unterkunft aufsuchten. An diesem Tag ging es dann nach dem Essen noch zum Schloss in Inverness und wir liefen noch ein wenig in der Stadt und am Kanal entlang. Dies war ein sehr ereignisreicher, schöner aber auch anstrengender Tag.

Und dann sind wir auch (schon) beim heutigen Tag angelangt. Heute haben wir das Schlachtfeld von Culloden besucht. Dort hat im 18 Jhd. die letzte Schlacht zwischen den Engländern und den Jakobiten (Schotten) stattgefunden, in der die Schotten vernichtend geschlagen wurden. Eine spannende Ausstellung brachte uns die Ereignisse, wie es zu dieser Schlacht kam und den kurzen Verlauf der Schlacht nah. Danach ging es zum nächsten geschichtsträchtigen Ort nach Fort George, eine Festung, die nach der Schlacht von Culloden zum Schutz von den Engländern erbaut wurde und noch vollständig erhalten ist. Sie wird sogar noch heute als Militärstützpunkt genutzt, kann jedoch auch besichtigt werden. Nach diesen Besichtigungen ging es wieder durch schöne Landschaften bis nach Kingussie, wo wir heute übernachten.

Wir hatten bisher eine sehr schöne Zeit in Schottland! Morgen geht es nach einem Besuch im Freilichtmuseum dann nach Edinburgh, wo wir die restlichen Tage bis Sonntag unseres kurzen Urlaubes verbringen.