Heute sind wir zu unserer ersten Etappe der Wanderung aufgebrochen. Bei leichtem Nieselregen ging es los und schon kurz nach dem loslaufen war ein Teil der Strecke gesperrt, so dass wir die ersten Kilometer direkt an der Straße langlaufen mussten aber zumindest der Regen hörte wieder auf. Schnell waren wir in Blennerville, wo es eine Windmühle zu bestaunen gab und wir auch weg von der großen Straße kamen. Dort ging es noch durch kleinere Straßen entlang bis es immer weiter nach oben ging und wir irgendwann ein Gatter durchquerten. Ab dort ging es dann über Wiesen und steinige Pfade. Das war ein rauf und runter und man musste sehr auf den Weg achten, da teilweise sehr viele und große Steine da waren, der Weg sich ganz schön schlängelte und manchmal auch feucht und matschig wurde. Zwischendurch ging es über kleine Stege, um Flüsse zu überqueren und Zäune mussten über kleine Leitern überklettert werden. Die Zäune sollten die Schafe am ausbüxen hindert, die dort herumgrasten. Es wurde auf jeden Fall nicht langweilig und 10 kg auf dem Rücken merkt man auch irgendwie. Die Landschaft um uns herum war die ganze Zeit sehr schön, auf der einen Seite die Berge in den verschiedensten Grüntönen, über die sich die Wolken schoben und auf der anderen Seite blickten wir aufs Meer. So gingen wir eine ganze Weile. Ein Regenschauer durfte natürlich auch nicht fehlen an diesem Tag. Wir sind ja schließlich in Irland. Obwohl uns von mehreren Seiten versichert wurde, dass es die letzten Wochen nicht geregnet hat. Ob wir das so glauben sollen ;-p.
Irgendwann wurde das Gebüsch dann ein wenig höher, Blümchen gab es hier und dort, der Weg wurde ein bisschen „uriger“ und es standen immer mal wieder ein paar Kühe am Wegesrand. Dies führte auch wieder zu mehreren Zaunüberquerungen. Zwischendurch kamen wir noch an einer alten Kirchruine vorbei. Da wir dort aber ziemlich zerstochen wurden, verweilten wir dort nicht allzulang und schon bald waren wir oberhalb unseres Zielortes angelangt. Dieser zog sich jedoch noch ganz schön in die Länge und ein bisschen Weg und eine Flussüberquerung über große Steine hatten wir noch vor uns. In Camp angekommen ging es auf die Suche nach einer Unterkunft. Wen man hier durch einen Ort läuft, kommt man sich auf jeden Fall richtig willkommen vor. Alle vorbeikommenden Autofahrer grüßen, die Schulkinder winken, schon irgendwie echt süß. Bei dem ersten B&B hatten wir leider Pech. Das richtig ärgerliche daran war, dass wir einen ziemlich steilen Berg zu diesem B&B runter gegangen waren, den wir dann leider auch wieder hoch mussten. Beim nächsten B&B hatten wir Glück und sind auf eine sehr nette Besitzerin getroffen, die noch ein Zimmer für uns hatte. So quartierten wir uns hier ein und ruhten uns nach unserer ersten seichten 18km Etappe erstmal aus.





Nun wird es aber Zeit für einen Kommentar!
Garmisch- und Dublin-Bericht haben uns natürlich interessiert, die Beschreibung der ersten Etappe von Tralee nach Camp hat uns den Weg aber sehr anschaulich miterleben lassen: wir fühlen uns mit Euch durchnäßt und erschöpft – vielen Dank fürs Miterleben.
Inzwischen haben wir für Euch unsere Kontakte zu Petrus aktiviert: einige Sonnenstrahlen an den nächsten Tagen wurden zugesagt!
Mit Vorfreude auf Teil 4 grüßen wir Euch herzlich!
Katrin & Richard