Dingle – Way, zweite Etappe: von Camp nach Annascaul

Heute machten wir uns zu unserer zweiten Etappe auf. Nachdem wir mit zwei netten Frauen aus Deutschland gefrühstückt hatten, unsere Gastgeberin uns noch mit Wasser versorgt hatte und uns auch noch in Annascaul ein Zimmer organisiert hatte. Kathleen war wirklich sehr sehr nett und hat uns sehr gut umsorgt.
Als es dann los ging, mussten wir erstmal wieder auf den Weg zurück. Um schon mal die Spannung vorweg zu nehmen: heute hat es nicht geregnet, zumindest nicht so, dass wir die Regenjacken anziehen mussten. Und Nieselregen zählt ja nicht ;-). Stetig ging es auf einer kleinen Straße bergauf mit schönen blühenden Büschen am Wegesrand. Wir wurden erneut viel von Schafen am Wegesrand begleitet und schon bald bogen wir auch wieder auf deren Weide ab und liefen dort über gut befestigte Schotterwege durch die grünen Berge Irlands. Zwischendurch kamen wir durch ein Wäldchen mit Nadelbäumen und wir begegneten Kühen, Pferden, Eseln und weiterhin ganz vielen Schafen. Langsam ging es wieder nach unten und hinter der nächsten Kurve konnten wir in einiger Entfernung wieder das Meer erblicken. Nachdem es runter ging, ließ das bergauf natürlich auch nicht lange auf sich warten und wir gingen eine zeitlang oberhalb des Wassers entlang mit einem tollen Blick auf die Bucht und die dahinterliegenden Berge. Wir machten noch einen kurzen Abstecher runter zum Inch Beach, einem ziemlich großen und langen Sandstrand. Dort war es sehr schön, auch wenn die parkenden Autos auf dem Strand ein bisschen störten. Dort durfte man leider mit dem Auto den Strand befahren. Wir machten einen kleine Pause. Da es aber auch relativ windig war, hielten wir uns nicht allzulange auf und gingen wieder hoch zum Weg, der wieder stetig anstieg. Irgendwann kamen dann bereits die ersten Häuser unseres Ziels in Sicht und langsam rückten wir näher. Wir merkten schnell, dass es ganz gut war etwas zu reservieren, da dieses kleine Örtchen auf einen Samstag doch ziemlich belebt war. Schnell fanden wir unsere heutige Unterkunft und dadurch, dass diese Etappe erneut mit 17/18 km und ziemlich guten Wegen ganz human war, hatten wir noch Zeit uns einfach ein bisschen auszuruhen und ein paar Sachen einzukaufen. Da morgen immer noch Wochenende ist, rief unser jetziger Gastgeber netterweise auch noch bei unserer nächsten Station in Dingle an, um uns ein Zimmer zu reservieren. Sehr nette Leute hier.
Heute Abend waren wir im „South Pole Inn“ essen. Den Namen bekam dieser Pub, da er von Tom Crean aufgemacht wurde, ein Teilnehmer der ersten Südpolexpedition. Heute wird er immer noch von einem Nachfahren von ihm geführt und scheint ziemlich bekannt zu sein. Als wir rein kamen war es dort relativ ruhig und leer. Doch es kam leben in die Bude als ein 30ster Geburtstag in 90er Jahre Verkleidungen den Laden enterte und ein wenig später noch ein Junggesellen – Abschied dazu kam. Es scheint hier irgendwie so üblich zu sein sich Kleinbusse zu mieten und dann von Pub zu Pub zu fahren. War schon sehr spannend die betrunkenen Leute zu beobachten und sich ein bisschen zu unterhalten. Das war unser heutiger Tag, der nun auch wieder dem Ende zu geht.

Ein Gedanke zu „Dingle – Way, zweite Etappe: von Camp nach Annascaul

  1. Reni

    Guten Morgen,

    ich habe euch die Sonne geschickt, jetzt regnet es hier und ich hoffe die Sonne ist bei euch.

    Weiterhin viel Freude beim Wandern und beim Ausruhen. Ulf, wie schmeckt der das irische Bier?

    Liebe Grüße
    Reni

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